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Die Überlegung geht von folgendem aus: das Denken sieht sich immerzu gezwungen, Gegenstände zu denken. Diese Gegenstände sind Resultat einer Tätigkeit, einer Herstellung. Erst als solche Produkte können sie unter einem Allgemeinen gedacht werden. Letzteres ist das Denken als System. Um solche Prätention zu vermeiden, sie von Anfang an zu unterlaufen, verschreiben wir uns der Handarbeit, der manuelle Erzeugung, die mit der lebendigen Erfahrung einhergeht: gearbeitet wird mit allem, was man finden kann. So sollen nicht große Denkgebäude errichtet, sondern Bausteine, kleinste Elemente hergestellt werden, ein vielfältiges Denken von Augenblicken in Prosa. Denn wir sind Viele.


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OxforderWeltRaumBilder I Oder: Aufzeichnungen aus einem Dachzimmer

10/04/2020; Schionatulandra Buck Morsezeichen an IJ, nach der die sie „als Ingenieur in der Autorin angefunkt hat“ Moskauer Tagebuch (Spanische Reise), 1926, während sich die Lebensrhythmik der kommunistischen Revolution institutionalisierte Solche Kleinbürgerzimmer sind Schlachtfelder, über die der verheerende Ansturm des Warenkapitals siegreich dahingefegt ist, es kann nichts Menschliches mehr da gedeihen. Aber meine Arbeit würdeLire la suite « OxforderWeltRaumBilder I Oder: Aufzeichnungen aus einem Dachzimmer »

Wegmarken

31/03/2020; Stephan Dorf; Als Kind wurde ich in der Küche meiner Großeltern gemessen. Die Striche sollten zeigen, wie sehr ich gewachsen bin. An den Türrahmen gelehnt, führte mein Großvater den riesigen Bleistift über meinen Kopf. Währenddessen musste ich stillhalten. Also hielt ich inne: Was wird sein, wenn der letzte Strich gezogen worden ist, wenn ichLire la suite « Wegmarken »

Lieferwagen

30/03/2020; Philipp Nolz „Es gehört zur Moral, nicht bei sich zu Hause zu sein.“Theodor W. Adorno Rückt man bei sich ein Möbelstück noch so viele Male zurecht, platziert es anders und scheinbar neu, man wird das Gefühl nicht los, dass nach jedem Ortswechsel das Ding noch falscher steht als zuvor. Lange genug vom Zuhause geplagt,Lire la suite « Lieferwagen »

Stornogebühr

29/03/2020; Philipp Nolz Für Benjamin F., anstelle einer „richtigen“ Arbeit Der Wert, folgt man dem Gedankengang von Marx, ist mit den Ausbeutungsbedingungen innig verhaftet, beruht auf der Differenz zwischen verausgabter Arbeitskraft und ihrer Unterbezahlung pro Arbeitsstunde – der Mehrarbeit. Andererseits kann die Mehrarbeit nur zum Quell des Mehrwerts werden und damit zu kapitalistischem Reichtum führen,Lire la suite « Stornogebühr »

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